in unserem Bezirk tut sich etwas, haben Sie das auch schon gehört oder bemerkt? Vielleicht bekommen Sie in absehbarer Zeit neue Nachbarn und wir als Gemeinde Zuwachs. Es geht um das MAN-Roland Areal, bereits das vordere Bild des Gemeindebriefes beschäftigt sich mit dem "Abschied von Roland". Diese Ausgabe hat schwerpunktmäßig das frühere Faber & Schleicher Werksgelände zum Inhalt, das sich innerhalb des Gemeindebezirks befindet und daher von unmittelbarem Interesse ist.
Wir hoffen und freuen uns auf neue Nachbarn, denn wir brauchen Zuwachs, wenn wir als quasi innerstädtische evangelische Gemeinde eine gesicherte Zukunft haben wollen. Nur bis es soweit ist, wird es noch eine Reihe von politischen Weichenstellungen geben, an denen wir als Gemeinde mitwirken wollen.
Es ist uns nicht gleichgültig, was mit dem Areal geschieht, sondern wir sehen dies als eine der seltenen Möglichkeiten, die soziologische Struktur ausgewogener zu gestalten als sie es partiell schon ist und somit der Gefahr des Abgleitens des gesamten Quartiers entgegen zu wirken. Von einigen Straßenzügen auf der nördlichen Seite der Bahnlinie hat man bereits den äußeren Eindruck, dass die Wohnqualität erheblich nachlässt und die ursprünglich einheimische Bevölkerung der schwerpunktmäßig orientalischen Besiedelung weicht.
Die Firma MAN-Roland wurde am 03.12.2005 in der Offenbach-Post mit den Worten zitiert, "auf dem Gelände einen vernünftigen Mix aus Wohnen, Dienstleistung und Gewerbe" anzustreben. Genau das wollen wir auch; es wäre doch wunderbar, eine vernünftige Vielfalt zu erreichen.
Wir werden auf die Verantwortlichen einwirken, sich redlich um eine Ausgewogenheit der künftigen Bewohnerschaft zu bemühen, so dass neben "leisen" Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben sowohl junge Familien als auch möglichst mittelständische jüngere wie auch ältere Mitbürger mittels geeigneter Wohnungen einen Anreiz bekommen, sich stadtnah anzusiedeln. Wir haben diverse Parteien vor der Kommunalwahl angeschrieben und ebenfalls den neuen Oberbürgermeister Schneider als zuständigen Dezernenten in einem Interview befragt. Die Antworten können Sie, vielleicht auch "zwischen den Zeilen", nachlesen. Manch Ungesagtes ist deutlicher als das direkte Geschriebene. Ein Artikel eines in der Nachbarschaft wohnenden Redaktionsmitglieds befasst sich mit der Historie des Areals. Alte Photos rufen Erinnerungen an ein prosperierendes Firmenareal hervor.
Ganz herzlichen Dank an Sarah Baumann (Leiterin der Theatergruppe Die Neu-Rosen), die sich kurzfristig bereit erklärt hat, bei der Gestaltung unseres Titels mitzuwirken. Mehr zu Frau Baumann und ihrem t-raum auf Seite 15.
Es wird Frühling, für viele ist dies nach dem zeitweise sehr strengen Winter die schönste Jahreszeit. Auch bei uns wird manches neu: Sie haben jetzt die erste besser an den Jahreszyklus wie auch das Kirchenjahr angepasste Ausgabe vor Augen. So wollen wir den Gemeindebrief ab sofort im Viermonatsrhythmus veröffentlichen.
Die Informationen und Termine reichen in dieser Ausgabe von der Karzeit über Ostern bis zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Dies beinhaltet wichtige Ereignisse wie Vorstellung der Konfirmanden und schließlich die Konfirmation selbst, Baubeginn des Kindergartens, interessante kirchenmusikalische Ereignisse und anderes mehr.
Nach den Ausführungen über den Islam im Gemeindebrief Nr.165 befassen wir uns diesmal mit dem Hinduismus als weltweit drittgrößter Religionsgemeinschaft mit etwa 850 Millionen Anhängern, der für jemanden aus dem europäischen Kulturkreis reichlich fremd und schwer verständlich ist. Aber das Beschäftigen damit wie auch das Quellenstudium war sehr interessant.
Wir hoffen, dass diese neue Ausgabe wiederum Ihr Interesse findet; lassen Sie sich nun durch das neue Heft führen. Wenn Sie uns etwas mitteilen wollen, dann schreiben Sie uns entweder per E-Mail oder konventionell per Brief. Wir freuen uns über jede Meinungsäußerung und Ihren Themenvorschlag! Die Anschriften finden Sie auf der Rückseite.
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihr Redaktionsmitglied
Wilfried Haamel