
als ich vor fast fünf Jahren, am 1. Februar 2003 bei Ihnen angefangen habe, habe ich meine "Begrüßungsworte" im Gemeindebrief mit einem Zitat aus Hermann Hesse’s "Stufen-Gedicht" über den Zauber des Anfangs begonnen, nun zum Abschied liegt das Gedicht wieder vor mir. "Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. ... Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen ... nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise ...".
Es ist so weit: zum Jahresende werde ich die Luthergemeinde verlassen und nun heißt es Abschied zu nehmen von einer Gemeinde, die mir vertraut wurde, und von vielen Menschen, die mir lieb geworden sind. Sie sind mir ans Herz gewachsen: "meine Frauen" aus der Frauenhilfe – haben wir doch Erfahrungen aus Leben und Glauben geteilt. Ich habe sie gerne gemacht: Gottesdienste in der "Jugendstilkirche" mit Gemeindegliedern zusammen und mit der tollen kirchenmusikalischen Begleitung unseres Kantors und anderer engagierter Talente.
Ich find es gut, dass wir sie ins Leben gerufen haben: die Aktive Mitte für den "altersmäßigen Mittelstand" mit seinen unterschiedlichen Interessen. Ich kann sie nur immer wieder loben: die Frauen im Besuchsdienstkreis, die die leise Arbeit des Hingehens zu den Menschen der Luthergemeinde und des Hinhörens tun. Und ich kann nur vielen Menschen danken, mit denen ich in den letzten Jahren verlässlich und vertrauensvoll zusammengearbeitet habe: den Zivis, besonders unserem gegenwärtigen Zivi, unserer Küsterin, unserer Sekretärin, unserem Kantor, meinem Pfarrerkollegen und unserer stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden und vielen anderen Menschen, die zum Gemeindeleben der Luthergemeinde ihre Gaben, ihre Zeit und Kraft einbringen. Und ich möchte der "Luki" Gottes Segen wünschen für all die Aufgaben und Veränderungen, die sich in den nächsten Jahren auftun werden – und nun ganz besonders gutes Gelingen mit der neuen, großen Kindertagesstätte.
Für mich ist es Ende des Jahres Zeit zu Aufbruch und Reise, denn dann gehe ich von der "Eine-feste-Burg-ist-unser-Gott"- Lutherkirche in die Festeburggemeinde nach Frankfurt-Preungesheim.
Am 2. Advent (9.12.2007) möchte ich mich in einem Gottesdienst von Ihnen verabschieden – und hier im Gemeindebrief schon jetzt: Gute Wünsche, Gottes Segen, Großen Dank und Auf Wiedersehen.
Helga Weber