"Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik."
So hat Martin Luther die Wirkung der Musik beschrieben. Ich könnte noch hinzufügen: Nichts war auf Erden kräftiger, die Sache der Reformation zu befördern, als die Musik.
Die Reformation war auch und vor allem eine Singbewegung. So wurde das Singen geradezu zum Spezifikum protestantischer Frömmigkeit. Protestantismus und Kirchenmusik gehören untrennbar zusammen. Und so ist es selbstverständlich, dass es nicht nur in der Evangelischen Kirche in Offenbach und ganz besonders in der Lutherkirche seit Jahrzehnten ein facettenreiches Angebot kirchenmusikalischer Art gibt. Hier wird aufgenommen und weitergeführt, was für die Reformation von Anfang an galt und was für die anstehende "Reformation" der Evangelischen Kirche in Offenbach hoffentlich ähnliche Wirkungen zeigt.
Dies wird umso wichtiger, wenn man die Bedeutung der Musik für immer mehr Menschen unserer Zeit bedenkt. Auch in der Evangelischen Kirche, die sich als Kirche des Wortes versteht, müssen wir feststellen, dass heute für viele Menschen die Kirchenmusik das wichtigste Fenster zum Glauben geworden ist – oft leichter zu öffnen als das Fenster des gepredigten Wortes.
Deswegen, liebe Leserin, lieber Leser, nutzen sie die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten:
Die musikalische Früherziehung mit Susanne Nagel, der "Chor für Kinder" und die "Offenbacher Kantorei" unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Tobias Koriath suchen Sängerinnen und Sänger und freuen sich über Zuhörerinnen und Zuhörer, die "Steinmeyer-Orgel" in unserer Kirche, von Herrn Koriath gespielt, lässt jeden Gottesdienst zu einem kleinen Konzert werden.
Öffnen sie für sich dieses Fenster zum Glauben!
Es grüßt sie herzlich, Ihr Gemeindepfarrer
Ulrich Knödler
(Pfarrer in der Evangelischen Luthergemeinde Offenbach)