Am Dienstag, einem 13., fuhren 47 erholungsbedürftige, froh gelaunte Offenbacher auf große Fahrt; es ging über die Autobahn hinunter, entlang der Bergstraße über Stuttgart und nach Überwindung des Schwarzwaldrückens hinauf auf die Schwäbische Alb. Das interessanteste Stück war die Straße bei Wiesensteig mit dem 600 m langen Lämmerbuckel-Tunnel über die höchste Stelle der deutschen Autobahnen mit 789 m.
Bei Ulm bogen wir ins Illertal ein und fuhren nun durch die schmucken Dörfer von Oberschwaben und des Allgäus zur Rast in Kempten. Durch Pfronten gelangten wir an die Grenze und erreichten den ersten österreichischen Landkreis Außerfern mit der Bezirkshauptmannstadt Reutte. Dann ging's in flotter Fahrt hinauf zum Fernpass, und wir erreichten bei Imst das Inntal. Majestätisch grüßt die Kronenburg und dann wird Landeck erreicht. Hinter Landeck beginnt die Bergsteigerei. Auf einer wunderbaren Bergstraße, die sich an den Felsen anschmiegt, geht es hinauf zum Hochfinstermünzpass an die Dreiländerecke zwischen Österreich, Schweiz und Italien. Bei Nauders verlassen wir das Land Tirol und fahren am Reschenpass über die italienische Grenze.
Im Quellgebiet der Etsch, wo sie gleich zu einem großen Stausee, dein Reschensee, angespeichert ist, grüßt uns vom überschwemmten Dörflein Grau die einsame Kirchturmspitze aus dem Wasserspiegel und dann durchfahren wir den Vintschgau. Ein seltenes Geschenk wird uns zuteil: Majestätisch grüßt die Eisspitze des Ortler über den dunklen Bergrücken. Das Kloster Marienberg und die Churburg grüßen uns von den Höhen, und in flotter Fahrt passieren wir die herrlichen Südtiroler Ortschaften des beginnenden Weinbaugebietes. In Spondinig erinnern wir uns an unsere Gomagoi-Fahrten und vor Naturns passieren wir die Auffahrt zum Schnalstal und dann liegt paradiesisch schön vor uns - eingebettet in einen Kranz von grünen Bergen -Meran.
Durch die alten Straßen der einstigen Tiroler Hauptstadt geht es an wunderbaren Hotels und herrlichen Pensionen vorbei durch den Vorort 0bermais entgegen unserem Ziel Schönna. Von weitem grüßt die alte Burg aus dem 13. Jahrhundert und eine ebenso alte Kirche mit einem neugotischen Mausoleum des beliebten Österreichers der neueren Geschichte, des Erzherzogs Johann, der Schloss Schönna käuflich erwarb. Schönna ist, über den Bergrücken verteilt, in ursprünglicher Form einer Streusiedlung erhalten, d. h. jeder Bauer hat seine Weinberge, Obstanlagen und Felder um seinen Hof liegen. Oberhalb des Schlosses grüßt uns auf einem kleinen Bergkegel unser Freizeitheim Haus Ifinger, von wo uns -der Hausberg des Orts - der Ifinger - mit seinen Schneespitzen in einer Höhe von 2553 m entgegenleuchtet.
Am ersten Morgen wird sofort Schloss Schönna eingehend besichtigt, und die ganze Geschichte des Hauses Habsburg und Österreichs wird lebendig. Rüstungen und Gemälde einiger Jahrhunderte ziehen uns in ihren Bann. In den nächsten Tagen erkunden wir Meran mit seinen historischen Gässchen und dem Kur- und Badeviertel. Wir erfreuen uns im hellen Sonnenschein und auf einer Promenade über den weltberühmten Tappeiner Weg. Wir steigen auf die Berge hinauf zum Pichler Hof und zur "Schönen Aussicht" in Verdins. Unentwegte lassen sich mit der Seilbahn nach Hafling hinauftragen, aber auch genügend Zeit zur Ruhe ist für jeden vorhanden, sofern er sie sucht. Etwas ärgert uns in der Freizeit: Das ist die miserable Berichterstattung der deutschen Presse, die täglich die schlimmsten Meldungen aus Südtirol bringt. Wir leben hier im tiefsten Frieden. Der Presse nach glaubt man im schwersten Kriegsgebiet zu sein.
Ein besonderes Erlebnis brachte eine Fahrt an den Gardasee. Durchs Etschtal durchfuhren wir die weltberühmten Weinorte Burgstall, Terlan und lassen uns von der wuchtigen Ruine Maultasch aus der Höhe grüßen. Zur Rechten, unterhalb des gigantischen Gantkofel die Ruinen Payersberg, Boimont und Hocheppan, und dann liegt vor uns die alte Hauptstadt Südtirols Bozen. Vor Bozen fahren wir in südlicher Richtung in ein Weinbau- und Obstgebiet besonderer Art: Schloss Korb, St. Michael in Eppan, das romantische Kaltern, dem Kalterer See mit der Burg gleichen Namens und Tramin. So weit das Auge reicht - Weinberge und Obstbäume, fürwahr ein reiches und gesegnetes Land. Und dann geht es wieder hinüber über die Etsch auf die stark befahrene Autostraße gen Süden. Die letzten deutschen Orte werden passiert: Auer und Salurn. Gravitätisch grüßt uns die Hadernburg und dann zwängen wir uns zwischen den zusammenrückenden Etschtaler Bergen durch die Enge der Salurner Klause. Jahrtausende haben Menschen an dieser Stelle ihr Blut vergossen. Die deutsche Sprachgrenze ist erreicht, das Welschland beginnt.
Der Boden wird karger, die menschlichen Siedlungen ärmlicher, und dann - durch eine rauchgeschwängerte Industrievorstadt - ist das alte, schon in der Römerzeit bekannte Trient erreicht. Heute eine Stadt mit 70 000 Einwohnern, jahrhundertelang Sitz eines Fürstbischofs. An ihn erinnert die aus dem 15. Jahrhundert stammende mächtige Burg. Vom Berge grüßt das Nationaldenkmal des Freiheitskämpfers Battisti. Wir wenden uns nach Süden und fahren weiter im Etschtal nach Rovereto. Auf einer Höhe ein Mausoleum mit den Gebeinen von 8000 Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Und dann geht es in kühnen Serpentinen talwärts, bis sich uns die blaugrün schillernde Fläche des Gardasees zeigt. Wir erreichen Torbole und können uns nicht sattsehen. Und dann wird haltgemacht in Maleesine mit der alten Skaligerburg - einem berühmten Veroneser Geschlecht gehörig - und erfreuen uns an dem bunten Bild des Seehafens. Zum ersten Male erleben wir das Temperament des Italieners im Vergleich zu unseren schwerblütigen Gastgebern, den Südtirolern. Nun führt die Fahrt unentwegt 52 km lang am ganzen Gardasee hinunter über Lazise, Torri del Benaco und das faszinierende Cap San Vigilio, und dann erreichen wir das aus der deutschen Heldensage bekannte, herrlich gelegene Garda, das dem ganzen See seinen Namen gab, überragt von einer alten Festung. Hier beginnt die ganze subtropische Pracht der südländischen Flora. Man wüsste nicht, welches Plätzchen man zu einem Aufenthalt am See wählen wollte, ist es einer der genannten Orte oder das jetzt erst aufstrebende Bardolino.
Und dann wird die alte Seefestung Peschiara erreicht. Drei historische Skaliger Ruder- und Segelboote aus dem Mittelalter liegen in einem Schutzhafen vor Anker, Zeugen ruhmreicher Vergangenheit. Dann dürfen wir auf schmaler Landzunge auf die Halbinsel Sirrnione fahren. Natürlich wird auch eine Seefahrt unternommen. Herrliche Villen und Landhäuser grüßen uns vom Ufer her, aber auch die alte Skaligerburg und die aus vorchristlicher Zeit stammende Siedlung mit den weltberühmten Grotten des Dichters Catull, der an diesem gesegneten Plätzchen leben durfte. Unerbittlich heiß brütet die Sonne über der Landschaft, wir aber, die wir gerne verweilt hätten, müssen weiter. Wir erreichen Dezensano und dann an der beginnenden Westuferstraße - der "Gardesana occidentale" - die so genannte "Riviera Gardesana": unbeschreiblich schön mit Palmen, Agaven, Oliven-hainen und Zitronenplantagen.
Die Hafenstädte Salo, Gardone, Toscolano-Maderno und Gargniano nehmen uns in ihrer Schönheit gefangen, und dann beginnen die herrlichen 46 wunderbar in den Fels eingesprengten Tunnels, die den Passanten auf besondere Weise die Fahrt zu einem Erlebnis werden lassen. An einer stillen Bucht grüßt uns das wunderbar gelegene Limone und dann ist bei Riva das Nordende des Sees wieder erreicht. Eine 150 km lange Rundfahrt um den See ist beendet. Hier muss gerastet werden. Doch so schnell geben wir den schönen See nicht her. Aber das eiserne Muss zwingt uns zur Rückfahrt. Wir kommen an den feudalen Kurort Areo mit einer herrlichen, den ganzen Berg füllenden Festungsruine und fahren nun das Sarchetal hinauf. Dann hört plötzlich die Vegetation auf. Naturkatastrophen haben das Landschaftsbild gezeichnet. Ein kilometerlanges Felsenmeer, verursacht durch Felsstürze, muss durchfahren werden: Italienisch-Marrochien. Und dann ein Naturwunder - plötzlich wächst wieder etwas auf diesem armseligen Boden: Wein. Die Menschen nannten ihn den "Vino santo" (heiliger Wein). Das Zentrum des "Vino santo" ist Lago- und Castello-Toblino (See und Schloss Toblino). In vielen Windungen klettert nun unser Bus wieder auf die Höhe, und in einem einsamen Gasthaus am Wege mundet uns der dort wachsende Wein. Wir fahren vorbei an einem tief liegenden See, dem Terlago-See, und dann geht's hinunter durch eine wild bewaldete Schlucht, Buco di Vela, an zwei gewaltigen Sperrforts vorbei und hinunter nach Trient, diesmal von der entgegengesetzten Seite, vorbei an herrlich angelegten Schlössern und Parks über eine imposante neue Etschbrücke zudem berühmten Denkmal Dantes, der hier lange Jahre gelebt hatte. Von dort aus wieder auf der alten Straße zurück nach Bozen und Meran. So gelangen wir froh und dankbar wieder in Schönna an. Eine 434 km lange Rundfahrt nach und um den Gardasee herum ist beendet.
Am kommenden Tag, einem Tag der Ruhe, feierten wir mit unserem Freizeitleiter, Dekan Friedrich Eckert, den 25. Gedenktag seiner Ordination. Er ist auch in diesem Jahr 15 Jahre Pfarrer an der Lutherkirche und führte die 16. Gemeindefreizeit durch. Die Teilnehmer dankten ihm besonders für diesen Zweig seiner Arbeit, denn er hat schon fast 1000 Glaubensgenossen Gebiete erschlossen, die viele niemals gesehen hätten. Wir danken ihm auch für die Durchführung dieser Freizeit.
Zu Beginn der Anfahrt - am Donnerstag, dem 22. Juni 1961 - über Bozen und Trient folgt man zunächst der durch das Etschtal führenden Straße. In östlicher Richtung durchfahren wir das Fersental mit seinen engen Schluchten. Wir erreichen einen stattlichen Markt, Pergine , auf der Wasserscheide zwischen Etsch und Brenta gelegen, überragt von der Burg Persen, und bald darauf erreichen wir das Thermalbad Levico, am gleichnamigen See gelegen. 9 km weiter der Badeort Vetriolo Bagni. Unsere Straße führt weiter durch das von der Brenta durchflossene breite Suganer Tal. Landschaftlich schön gelegene Dörfchen und weitere Badeorte werden passiert. Am Ende dieses Tales liegt Primolano am Canale di Brenta, einem Durchbruchstal der Venetianischen Kalkalpen. Und dann erreichen wir eine schön am Alpenrand gelegene, gewerbstätige Stadt mit noch erhaltener Stadtmauer: Bassano.
Nun geht's durch die dichtbesiedelte venetianische Ebene und wir kommen zu einer eigenartigen Stadt: Cittadella - ein 1220 von den Paduanern errichtetes Bollwerk, das heute als Städtchen mit 14 000 Einwohnern mit wohlerhaltenen mittelalterlichen Stadtmauern und 32 Türmen ein Zeuge der Vergangenheit ist. Unser Bus konnte mit "Millimeterarbeit" unseres Fahrers Ein- und Ausgang, des schmalen Stadttores erzwingen und dann erreichen wir die große alte Bischofs- und heutige Fabrikstadt Padua -175000 Einwohner. Heute weltbekannt durch die Autofirma Alfa Romeo, einst aber, als eine der ältesten Universitäten des Abendlandes von vielen Wissenschaftlern der Welt besucht. Die Universität ist 1222 gegründet worden und gilt als die älteste Pflegestätte des Humanismus. Sie war von 1405 ab in venetianischem Besitz. Hier lebte und starb der römische Geschichtsschreiber Titus Livius - gestorben 17 n. Chr. Viele große Männer des Geistes und der Wissenschaft sind mit Padua verbunden, aber keiner reicht an die Bedeutung jenes Mannes heran, um dessentwillen täglich Tausende von Pilgern die Stadt aufsuchen: Antonius von Padua. Er war 1195 in Lissabon geboren und starb im nahen Kloster Arcella 1231. Er galt als der gewaltigste Bußprediger seiner Zeit. Seine Gebeine ruhen in der von 1232 bis 1307 errich-teten Pfeilerbasilika - 115 m lang und 55 m breit, eine fantastische Mischung aus romanischen, gotischen und byzantinischen Stilformen. Neben zwei schlanken Türmen und dem spitzen Kegeldach über der Vierung wurden 1424 noch sieben Rundkuppeln aufgesetzt. Ein Heiligenaltar und die Grabstätte waren dauernd von dichten Menschenmassen umringt. Besonders interessant ist der Platz Prato della Valle. In seiner Mitte ein baumbepflanztes Oval mit 82 Standbildern berühmter Paduaner und Universitätshörer. An diesem Platz erhebt sich die großartige Basilika San Giustina - ein 1501 errichteter Hochrenaissancebau, 111 m lang, wovon höchstens 20 m bestuhlt sind. Wir sahen aber auch eines der beiden berühmtesten Reiterstandbilder der Welt: das Bronzedenkmal seit dem Altertum, 1447 von Donatello geschaffen, darstellend Erasmo da Narni, 1438-41 Befehlshaber des Landheeres der Republik Venedig. Das Denkmal heißt "Reiterbild des Gattamelata", Narni war wegen seines diplomatischen Geschickes "die gefleckte Katze" genannt.
Um die Mittagsstunde geht es dann über die Autostrada - Autobahn - unserem Ziel entgegen, dem unvergleichlichen Venetia (Venedig). Mit 325 000 Einwohnern liegt es im innersten Winkel des Adriatischen Meeres, 4 km vom Festland entfernt inmitten der Laguna Veneta, einem 40 km langen bis 15 km breiten Wattenmeer, das durch Nehrungen - lide genannt - von der Adria getrennt ist. In der Eigenart seiner Wasserstraßen und der Schönheit seiner Paläste und Kirchen ist Venedig unvergleichlich. Die Stadt liegt auf 118 kleinen Inseln und ist von mehr als 150 "canale", oder "rio" genannten Kanälen durchzogen, deren Ufer durch fast 400 meist steinerne Brücken verbunden sind. Vom Industrieort Mestre geht es dann auf einer 5 km langen Straßenbrücke zum Piazzale Roma, wo die Großgarage auf den Autofahrer wartet. Die Vaporettis - Dampfboote - ersetzen hier die Straßenbahn. Wir fahren bis zur Rialtobrücke - dem alten Zentrum Venedigs.
Durch enge Straßen und Gässchen landen wir dann an der "Piazza", dem weltberühmten Markusplatz. Er ist wie im Mittelalter auch heute noch nichts anderes als ein großer Festsaal der Stadt, auf dem im Sommer Opern und das ganze Jahr hindurch Konzerte aufgeführt werden. Die "Piazza" gilt die "Piazza" gilt als die prächtigste Platzanlage der Welt - 175 m lang und 82 m breit, auf drei Seiten von hohen Bogengängen umgeben, unter denen sich Kaufläden und Kaffeehäuser befinden. Tausende von Tauben schwirren über die Trachyt- und Marmorplatten des Bodens. Die Stirnseite aber bildet die Markuskirche - San Marco - und der anschließende Dogenpalast. 829 waren die Gebeine des Evangelisten Markus aus Alexandria nach Venedig übergeführt worden, und Markus als Schutzpatron der Stadt setzte sich an die erste Stelle vor dem bisherigen Schutzpatron, dem heiligen Theodor. Die beiden Schutzpatrone zieren die 1180 errichteten Granitsäulen, die man sich aus Konstantinopel geholt hatte, an der "Piazettal", dem Dampferanlegeplatz am Canale di San Marco. An der Mole der Piazetta liegen die Gondeln, die Motorboote und auch die Passagierdampfer. Wir hatten die Freude, ein großes griechisches Passagierschiff - die "Athenia" - abends ausfahren zu sehen. Der Glockenturm von San Marco ist der erste Campanile, den man vom Kirchenschiff getrennt errichtet hat, 1902 stürzte der alte 99 m hohe Turm zusammen und wurde zwischen 1905 bis 1912 neu aufgeführt - diesmal gleich mit einem Fahrstuhl. Wer nach Venedig kommt, muss dort oben gewesen sein. Der Ausblick ist unbeschreiblich - er ist märchenhaft.
Ein besonderes Erlebnis war eine Hafenrundfahrt mit drei Motorbooten durch die Hauptkanäle und die. Lagune mit einem Halt an der alten venetianischen Glasmanufaktur. Hier wird gebrannt, gefärbt, geschliffen und Silber und Gold in dem wertvollen Glas verarbeitet nach Methoden jahrhundertealter Tradition - nur Handarbeit. Unvergesslich war die Besichtigung der großen Ausstellungsräume, und dann ging's hinaus über die große Hafeneinfahrt zum Lido mit dem Badestrand nach der Seeseite hin.
Versunken wie im Märchen von Tausendundeiner Nacht, saßen wir an den Tischen am Markusplatz, schauten den Tauben und dem Trubel zu, ließen uns unsere Lire abknöpfen und - waren noch nicht einmal traurig darüber. Und dazu spielten uns aus allen Ecken die Kapellen deutsche und Wiener Stimmungs- und Operettenmusik.
Neun Stunden hielten wir uns in der berühmtesten Seestadt der Welt der Vergangenheit auf aßen nicht in einem vornehmen Hotel, sonder in einer typischen, aber sauberen und idyllischen Fischerkneipe zu Abend und stärkten uns hier für die bevorstehende fünfstündige Nachtfahrt. Ein unvergesslicher Tag unserer Freizeit ging zu Ende.
Im Haus "lfinger" in Schönna, 6 km über Meran, waren wir in jeder Weise gut untergebracht und unsere Quartierleute, Familie Dosser, gaben sich alle Mühe. Es ist ein gesegnetes Fleckchen Erde, inmitten großer Obstplantagen und Weinberge. Hübsche Pensionen und saubere Bauernhöfe. In einer Stunde läuft man durch die Rebgärten nach Meran oder fährt in zehn Minuten mit dem stündlich fahrenden Omnibus.
Dankbar kamen am Mittwoch, dem 28. Juni, braungebrannte Freizeitler an der Lutherkirche an.
Wilhelm Storck
(aus "Kirchenbote für das evangelische Offenbach", Beilage zu "Weg und Wahrheit", Nummer 14, 16.7.1961)
Die Lutherkirche, die mit Treppen reichlich gesegnet ist, soll mit dem Bau eines Aufzuges einen barrierefreien Zugang bekommen. Um dieses Vorhaben auch Umsetzten zu können ist die Luthergemeinde auf Spenden zur Finanzierung angewiesen.