Nachrichten aus der Evangelischen Kirche in Deutschland

"Atomtechnik nicht menschengerecht"

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat in seiner Predigt am 13. März 2011 im ZDF-Fernsehgottesdienst in der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel anlässlich der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan von "apokalyptische Ahnungen" gesprochen, die viele beschlichen. Viele Menschen würden angesichts der noch unübersehbaren Katastrophe fragen: "Wo ist Gott?"
Es sei menschlich zu fragen: "Warum nur ist das geschehen? Wer trägt daran die Schuld? Und hätte Gott es nicht verhindern können?" Aber bei der Katastrophe in Japan gehe es auch um die eigene Verantwortung.

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Hartz-IV-Regelsatz bleibt weit hinter den Notwendigkeiten zurück

Die am 25. Februar 2011 vom Bundestag beschlossene Neuregelung der Hartz-IV-Gesetze bleibt nach Ansicht der Diakonie weit hinter den Notwendigkeiten zurück. "Bei den leider nur leicht angehobenen Regelsätzen vermissen wir die vom Bundesverfassungsgericht geforderte transparente Ermittlung nach fachlichen Gesichtspunkten. Wir halten es weiterhin für problematisch, einzelne Positionen wie Zimmerpflanzen oder Zusatzgebühren beim Arzt willkürlich heraus zu rechnen. Nach unseren Berechnungen müsste der Regelsatz deutlich höher liegen", sagte Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier.

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"Ich war´s!" - Schluss mit den faulen Ausreden

Rund zwei Millionen Menschen nehmen jedes Jahr an der Fastenaktion der evangelischen Kirche "7 Wochen Ohne" teil. 2011 steht die Aktion, die vom 9. März bis zum 24. April läuft, unter dem Motto: Ich war´s! Sieben Wochen ohne Ausreden". Der Auftaktgottesdienst findet in diesem Jahr am Sonntag, dem 13. März, in der Christuskirche, Hamburg-Eimsbüttel, statt und wird ab 9.30 Uhr live im ZDF übertragen. Die Predigt hält Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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"Selbstbestimmung und Fürsorge"
Neue Christliche Patientenvorsorge veröffentlicht

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz der römisch-katholischen Kirche haben in Zusammenarbeit mit zahlreichen Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) eine neue Christliche Patientenvorsorge erarbeitet. Die Handreichung und das Formular treten als kirchliches Angebot an die Stelle der bisherigen "Christlichen Patientenverfügung" von 1999 und 2003. Aufgrund der veränderten Gesetzeslage in der Bundesrepublik Deutschland seit September 2009 war eine Neukonzeption nötig geworden.

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Eine gerechtere Welt ist möglich
"Brot für die Welt" eröffnet 52. Aktion in Wiesbaden

"Es ist genug für alle da, wenn wir teilen, was Gott uns Menschen schenkt. Machen Sie mit!" Mit diesen Worten eröffnete die Direktorin von "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, am 28.11.2010 in Wiesbaden die 52. Aktion des evangelischen Hilfswerks. Die Aktion steht unter dem Motto: "Es ist genug für alle da". Ein bewusst provokant gewählter Slogan angesichts der Tatsache, dass momentan fast eine Milliarde Menschen auf der Welt Hunger leidet, obwohl weltweit genügend Nahrungsmittel für alle Menschen produziert werden.

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Evangelische Kirche in Deutschland beschließt Durchsicht der Lutherbibel

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat eine „Durchsicht der Lutherbibel“ beschlossen und einen Lenkungsausschuss eingesetzt, dem u.a. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Exegese, Praktische Theologie, Liturgik und Germanistik angehören. Geplant ist, die durchgesehene Bibel möglichst vor dem Jahr 2017 der Öffentlichkeit vorzustellen.

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Kirche und Bildung
Rat der EKD veröffentlicht neue Orientierungshilfe zur Bildungsverantwortung der Evangelischen Kirche

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Ende Januar 2010 eine Orientierungshilfe mit dem Titel "Kirche und Bildung. Herausforderungen, Grundsätze und Perspektiven evangelischer Bildungsverantwortung und kirchlichen Bildungshandelns" veröffentlicht.
"Kirche und Bildung, das gehört auf das engste zusammen. Für Martin Luther setzte ein mündiger Glaube voraus, dass jede und jeder selbst die Bibel lesen konnte", erläutert die Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, im Vorwort der Orientierungshilfe und fährt fort: "Bildung für alle und nicht nur für wenige, die es sich leisten konnten – diese Forderung war damit ausgesprochen. So setzte sich Luther vehement für Bildungsgerechtigkeit und Bildungsteilhabe ein. Glaube war für ihn zum einen gebildeter Glaube, also ein Glaube nicht aus Konvention und nicht aus spiritueller Erfahrung allein, sondern durch die Bejahung der befreienden Botschaft des Evangeliums."

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Haiti: Medikamente und Ärzte fehlen
Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden

Nach bangen Stunden des Wartens ist es den Mitarbeitern der Diakonie Katastrophenhilfe in Deutschland vor kurzem gelungen, den Kontakt zum Büro des evangelischen Hilfswerks in Haitis weitgehend zerstörter Hauptstadt Port-au-Prince wiederherzustellen. Die Arbeit gestaltet sich nach Angaben der Leiterin des Büros, Astrid Nissen, äußerst schwierig.
"Die Stadt Port-au-Prince, wie wir sie kennen, hat nach dem Erdbeben aufgehört zu existieren", sagt Astrid Nissen. Ihr Kollege Tommy Ramm, der vor wenigen Stunden aus Kolumbien in Haiti eingetroffen ist, zeigte sich am Telefon schockiert über die Lage. "Immer noch strömen die Überlebenden durch die Straßen auf der Suche nach Hilfe, schwer traumatisiert", berichtet er. Verwesungsgeruch liegt über der Stadt. Überlebende suchen nach ihren Angehörigen. Dringend nötig ist die Versorgung der Überlebenden mit Trinkwasser und Lebensmitteln. Die Verzweiflung der Menschen nimmt zu. Sehr schwierig ist nach Angaben Ramms die Situation der Verletzten. "Es gibt weder genügend Medikamente noch ausreichend Ärzte. Viele der Verletzten müssen unter freiem Himmel versorgt werden." Läden und Supermärkte, die nicht zerstört wurden, bleiben aus Angst vor Plünderungen geschlossen, so Ramm.

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Erdbeben in Haiti: Diakonie Katastrophenhilfe ist vor Ort im Einsatz
Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden

Nach dem Erdbeben auf Haiti mit zahlreichen Toten, Verletzten und schweren Verwüstungen bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe Nothilfemaßnahmen vor. Besonders die Hauptstadt Port-au-Prince wurde in weiten Teilen zerstört. Neben Krankenhäusern und Schulen sind unzählige Häuser eingestürzt und Straßenverbindungen unterbrochen. Das evangelische Hilfswerk stellt 100.000 Euro für die Nothilfe und den Wiederaufbau zur Verfügung.

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Nutze den Raum!
Videoclips werben für Beteiligung an der Bundestagswahl

Ein Quadratmeter Deutschland – die Wahlkabine – steht im Mittelpunkt der evangelischen Initiative „Nutze den Raum“ für die Beteiligung von Jung- und Erstwähler(inne)n an der Bundestagswahl. In vier Videoclips nutzen junge Menschen die Wahlkabine jeweils auf ihre eigenwillige Art. Unter www.nutze-den-raum.de können die Videoclips heruntergeladen werden. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej), die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) und die Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung zeichnen gemeinsam für die Spots verantwortlich.

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"Dem Tod zuvor kommen"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, hat die europaweite Spitzenstellung Deutschlands in Sachen Waffenexport kritisiert. Huber sagte in seiner Predigt am Karfreitag 2009 in der St. Marienkirche zu Berlin: "Um der Liebe willen stirbt Jesus. Doch wo bleibt die Liebe? Allzu oft wird sie ein Opfer der Gewalt. Auch in diesen Ostertagen schweigt die Gewalt nicht; wir wissen das. Auch wenn es sich um andere Länder handelt, sie rückt uns nahe. Denn wir Deutschen tragen kräftig dazu bei, dass sie sich ausbreitet. Als ,Europameister des Waffenexports‘ wurde unser Land in diesen Tagen bezeichnet; für mich wurde das zu einer Karfreitagsnachricht."

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"Ernährungssicherung vor Energieerzeugung"

Die Sicherung der Ernährung sollte Vorrang haben vor einer Verwendung biologischer Masse für die Energiegewinnung. In einer Stellungnahme der Kammer für nachhaltige Entwicklung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird diese Grundüberzeugung ausführlich begründet und erläutert. Die Kammer hat Ende September diese Stellungnahme zu den Kriterien für die nachhaltige Nutzung von Biomasse unter dem Titel "Ernährungssicherung vor Energieerzeugung" (EKD-Texte 95) vorgelegt.

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Diakonie begrüßt die Leistungsverbesserungen der Pflegeversicherung als Schritte in die richtige Richtung

Die Diakonie begrüßt, dass die am 14.03.2008 vom Bundestag verabschiedete Pflegereform Leistungsverbesserungen für Menschen mit Demenz in stationären Pflegeeinrichtungen beinhaltet. "Damit wird auch eine wichtige Forderung der Diakonie erfüllt, denn das Kriterium "stationär" darf keine Leistungen -ausschließen. Menschen mit Demenz, die in Heimen leben, brauchen ebenso Begleitung und Betreuung wie solche, die in den eigenen vier Wänden von Angehörigen gepflegt werden", kommentiert der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus-Dieter Kottnik.

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"Jugendliche Straftäter auszugrenzen und zu stigmatisieren ist kontraproduktiv und unchristlich."

"Im Bereich des Jugendstrafrechts ist in Deutschland sicherlich noch einiges an Verbesserung und Reform möglich. Wir warnen jedoch ausdrücklich davor, hier in Richtung Ausgrenzung, Stigmatisierung und gar Ausweisung junger Straftäter zu denken", so der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Klaus-Dieter Kottnik.
Diakoniepräsident Kottnik warnte davor, einzelne - wenngleich erschütternde - Taten einzelner Jugendlicher in den vergangenen Wochen zum Anlass zu nehmen, in eine überholte Debatte zurückzufallen. Er verweise viel lieber auf den Integrationsgipfel des vergangenen Jahres, der hoffnungmachende Ansätze aufgezeigt habe. "Das Wort Prävention sähe ich gern großgeschrieben", betonte Kottnik. "Verbesserte Kinderbetreuung auch für Kinder mit Migrationshintergrund, gleichberechtigte Förderung in den Schulen für diese Kinder und Jugendlichen, gute Freizeitangebote", so stelle er sich adäquate Forderungen vor und hier sei noch einiges zu tun.

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Freiwilligendienste müssen ausgebaut werden

Für die Angebote der Freiwilligendienste in evangelischer Trägerschaft bewerben sich drei Mal mehr junge Menschen als Plätze zur Verfügung stehen. Im Interesse junger Erwachsener fordert der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (aej) daher den Ausbau der Freiwilligendienste. "Alle jungen Menschen, die dies wünschen, sollen die Möglichkeit eines Freiwilligendienstes erhalten.", verlangt Rolf Ulmer, Vorsitzender der aej. "Jugendliche wollen sich für andere engagieren und zugleich wichtige Erfahrungen für ihr eigenes Leben sammeln. Das belegt sowohl unsere aej-Studie zu Realität und Reichweite in der Jugendverbandsarbeit als auch der zweite Freiwilligensurvey der Bundesregierung aus 2004", betont Rolf Ulmer.

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EKD-Synode verabschiedetKundgebung zu "evangelisch Kirche sein"
Weitere Beschlüsse zum EKD-Zukunftsprozess, zu Flüchtlingsschutz und zur Lage in Somalia

Mit einer Kundgebung zum Thema "evangelisch Kirche sein" ist am Mittwoch, 7. November, in Dresden die 6. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende gegangen. Die Kundgebung erinnere daran, dass "evangelisch Kirche sein" heiße, "das gemeinsame Reden, Handeln und Leiten zu stärken". Weitere Beschlüsse behandeln unter anderem den europäischen Flüchtlingsschutz, die humanitäre Situation in Somalia, die Stammzellforschung und die Berichterstattung über das Bildungswesen der Kirche. Als Schwerpunktthema für die nächste Synodaltagung im kommenden Jahr einigten sich die Delegierten auf "Bewahrung der Schöpfung: Klimawandel und Klimaschutz am Beispiel Wasser".

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Aus Gottes Frieden leben für gerechten Frieden sorgen

Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten das fordert der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er widerspricht damit dem alten politischen Grundsatz, dass man den Krieg vorbereiten müsse, wenn man den Frieden wolle. Wirksame Friedenspolitik beruht in der Gegenwart, so der Rat der EKD, auf dem Abbau von Gewalt, dem Ausbau der internationalen Rechtsordnung und der Förderung weltweiter sozialer Gerechtigkeit. Der Dreiklang von Frieden, Recht und Gerechtigkeit wird in der Kurzformel vom "gerechten Frieden" zusammengefasst.

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Kinderrechte in das Grundgesetz

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (aej) fordert die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz. Der Vorstand der aej unterstützt die Initiative der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, dafür einen interfraktionellen Antrag und entsprechenden Konsens im Deutschen Bundestag zu erreichen.

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"Gott sei Dank, es ist Sonntag"
Initiative der Kirchen zum Sonntagsschutz gestartet

Mit dem Slogan "Gott sei Dank, es ist Sonntag" hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) Mitte September 2007 eine Initiative zum Schutz des Sonntags gestartet. "Der Sonntag ist ein unentbehrliches Element unserer Sozialkultur. Wer die Wertebasis unserer Gesellschaft stärken will, damit Würde und Freiheit ihren Entfaltungsraum behalten, muss sorgsam mit den Institutionen der Sozialkultur umgehen," begründet der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, die Initiative.

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Nach Hurrikan Felix droht massive Hungersnot in Nicaragua

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für die Opfer des Hurrikan Felix in Nicaragua. "Wenn es uns in den nächsten Wochen nicht gelingt, neue Aussaaten auf den Feldern auszubringen, droht den betroffenen Menschen im Norden Nicaraguas eine massive Hungersnot", sagte Michael Jordan, Leiter des Regionalbüros Lateinamerika der Diakonie Katastrophenhilfe. "Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation UNAG werden wir uns darauf konzentrieren." Wenige Tage nach dem Hurrikan wird das tatsächliche Ausmaß der Zerstörung erst wirklich deutlich.

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"Für ein Leben in Würde"
EKD-Kammer legt Studie zur globalen Bedrohung durch HIV/Aids und zu den Handlungsmöglichkeiten der Kirchen vor

Die Aids-Epidemie hat sich zu einer ernsthaften globalen Bedrohung entwickelt. In allen Regionen der Welt – auch in Deutschland – ist die Zahl der Menschen angestiegen, die mit dem HI-Virus leben und an Aids erkranken. Aids ist in vielen Teilen der Welt – vor allem in Afrika – zur häufigsten Todesursache bei Erwachsenen geworden. Besonders rasch verbreitet sich Aids in Osteuropa und Zentralasien. Die Kirchen und die kirchlichen Hilfs- und Missionswerke können über Gemeindestrukturen, Netzwerke und Partnerkirchen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Aids spielen. Die Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für nachhaltige Entwicklung legte Ende Juli 2007, eine Studie zu der globalen Bedrohung durch HIV/Aids und den Handlungsmöglichkeiten der Kirchen unter dem Titel "Für ein Leben in Würde" (EKD-Texte 91) vor.

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"Afrika darf nicht länger am Katzentisch sitzen"

"Brot für die Welt" hat sich enttäuscht über die Ergebnisse des G8-Gipfels gezeigt. "Weder in der Afrikapolitik noch beim Klimaschutz hat die G8 mehr als unverbindliche Absichtserklärungen zustande gebracht", erklärte die Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die G8-Staaten wiederholten damit lediglich bisher nicht eingelöste Versprechen.

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"Es ist nicht zu spät für eine Antwort auf den Klimawandel"

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat sich am 30. Mai 2007, mit einem eindringlichen Appell an Politik, Gesellschaft und Kirche gewandt, ihre Verantwortung angesichts des Klimawandels zu erkennen und entschlossen zu handeln. Drei Feststellungen begründen Hubers dringlichen Aufruf zum Handeln: "Wir müssen ernsthaft mit einer Klimakatastrophe rechnen. – Wir müssen anerkennen, dass sie in erheblichem Umfang durch menschliches Handeln ausgelöst ist. – Um die globale Erwärmung zu begrenzen, müssen wir zu schnellen und entschlossenen Maßnahmen bereit sein."

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Diakoniepräsident Kottnik fordert Paradigmenwechsel bei Pflegediskussion.
Diakonische Positionen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung

Der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW EKD), Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, fordert anlässlich der Veröffentlichung des Positionspapiers "Diakonische Positionen zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung" Ende Mai 2007 einen Paradigmenwechsel in Hinblick auf die bisherige Herangehensweise an die Pflegereform. "Das beginnt bereits damit, dass alle Überlegungen in ein Gesamtkonzept der wohnortnahen Versorgung und Begleitung von pflege- und unterstützungsbedürftigen Menschen eingebettet sein müssen." Angesichts der gegenwärtig rasch wachsenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen fordert die Diakonie den Ausbau eines flächendeckenden Netzes haushaltsnaher Dienstleistungen, die fachkundige Beratung und Begleitung von Betroffenen und ihrer Angehörigen einschließen.

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Acht Minuten für Gerechtigkeit

Wenn am 6. Juni 2007 die Regierungschefs der acht größten Industrieländer in Heiligendamm bei Rostock zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen zusammenkommen, sollen in ganz Deutschland Andachten gehalten werden und Kirchenglocken dazu einladen. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs, der Evangelische Entwicklungsdienst und "Brot für die Welt" wollen mit der Aktion "8 Minuten für Gerechtigkeit" mahnen, dass die ärmsten Menschen auf dieser Welt nicht vergessen werden. Der zeitgleich in Köln eröffnete Deutsche Evangelische Kirchentag wird dieses Anliegen auf vielfältige Weise unterstützen.

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Humanitäre Lage in Somalia ist verheerend
Kirchliche Hilfsorganisationen rufen zu Solidarität und zu Spenden auf

Trotz einer mehrtägigen Feuerpause in Mogadischu ist die humanitäre Lage in der somalischen Hauptstadt katastrophal. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 4. Mai 2007 in Stuttgart äußerten sich "Brot für die Welt", Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe und das Auswärtige Amt besorgt über die verheerende Situation der rund 365.000 Vertriebenen, die zum großen Teil in Lagern am Stadtrand untergekommen sind.

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Kirchentag in Köln bietet attraktives Programm für junge Leute

3.000 Veranstaltungen listet das 600 Seiten starke Programmheft des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentags, der vom 6. bis 10. Juni 2007 in Köln stattfindet, auf: "Und darin steckt jede Menge zum Entdecken für junge Leute", erklärte Rüdiger Breer, Leiter des Amtes für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland, Mitte April vor Journalistinnen und Journalisten in Köln.

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"Evangelisches Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienst" gegründet

Jungen Menschen die Möglichkeit geben, Erfahrungen in Entwicklungsländern zu sammeln und diese dann in solidarische Eine Welt Arbeit in Deutschland einfließen lassen, für dieses Ziel haben sich Werke und Verbände aus dem Umfeld der evangelischen Kirchen im "Evangelischen Forum entwicklungspolitischer Freiwilligendienst" zusammen geschlossen. Sie greifen damit die Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf.

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Klares Nein zum Heizen mit Weizen

Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt das Verbrennen von Getreide zur Energiegewinnung weiterhin eindeutig ab. Die Kirchenleitung hat am 15. März 2007 ein Positionspapier beschlossen, das diese Haltung nicht nur mit ethischen, sondern auch mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Argumenten begründet.

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"Bedingungen für Bleiberecht und Familiennachzug müssen realistisch und christlich bleiben."

Der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus-Dieter Kottnik, fordert angesichts der aktuellen Diskussionen um ein gesetzliches Bleiberecht für langjährig Geduldete einen von christlicher Nächstenliebe geprägten maßvollen Umgang mit den Betroffenen. Er begrüßte es als positives Zeichen, "dass sich die Koalitionsfraktionen auf der Bundesebene auf eine gesetzliche Regelung geeinigt haben, die über die Vereinbarung der Innenministerkonferenz vom November 2006 hinausgeht." Zugleich äußerte er sein deutliches Bedauern darüber, dass für die Erteilung eines Bleiberechts nicht "wie von Kirchen und Verbänden gefordert, der Nachweis ernsthafter Bemühungen um eine Arbeit ausreichen soll." Darüber hinaus setzte er sich ausdrücklich dafür ein, dass unbegleitete Minderjährige, Traumatisierte, Alleinerziehende sowie alte, schwerkranke und behinderte Menschen nicht von der Bleiberechtsregelung ausgeschlossen werden.

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"Ist man vor Antisemitismus nur noch auf dem Monde sicher?"

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt formulierte diese Frage im Dezember 1941 im amerikanischen Exil. Nun trägt die neue Arbeitshilfe der rheinischen Kirche zum Thema Antisemitismus dieses Zitat zum Titel. Die Argumentations- und Arbeitshilfe ist für den Gemeinde- und Schulalltag und die kirchliche Erwachsenenarbeit bestimmt. "Der Antisemitismus - die Feindschaft gegen Juden, weil sie Juden sind - wächst wieder weltweit in bedrohlichem Ausmaß", schreibt Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), im Vorwort der gut 50-seitigen Broschüre. Antisemitismus sei gewachsen, obwohl sich in Deutschland eine "wachsende Erinnerungskultur" entwickelt habe.

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33. Kirchentag 2011 in Dresden

Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag im Jahr 2011 findet in Dresden statt. Das hat das Kirchentagspräsidium einstimmig beschlossen.

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Väter - ihre Rolle in Familie und Gemeinde

Psychologische Fachbücher über Vaterschaft gibt es reichlich. Noch üppiger ist die Ratgeberliteratur für den "richtigen Vater". Die Arbeitshilfe der Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland mit dem Titel "Väter - ihre Rolle in Familie und Gemeinde" beleuchtet unterschiedliche Vaterbilder aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es geht um biblische und theologische Aspekte von Männlichkeit und Vaterschaft, aber auch um die Väter-Kinder-Arbeit in der Gemeindepraxis.

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"ZOOM: Augen auf!"
Evangelische Jugend startet bundesweite Fotoaktion zu sozialer (Un-)Gerechtigkeit

"ZOOM: Augen auf! – Fotos zur sozialen Gerechtigkeit" heißt das Motto der Fotoaktion, bei der Kinder und Jugendliche aufgerufen sind, in ihrem sozialen Umfeld Situationen von sozialer Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zu fotografieren. Start der Aktion ist im Dezember 2006. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (aej) leistet damit einen Beitrag zur Diskussion des brennenden Themas soziale (Un-)Gerechtigkeit auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln.

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EKD-Ratsvorsitzender Huber hält Bleiberechtsregelung für unzureichend

Die von den Innenministern und -senatoren in der vergangenen Woche beschlossene Bleiberechtsregelung ist aus Sicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unzureichend. "Zwar gibt es für einen kleinen Personenkreis ein sofortiges Bleiberecht, aber nur ein Bruchteil der Betroffenen wird von dieser Regelung profitieren”, kritisierte der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, am 20.11.2006 in Berlin. Er kündigte an, dass sich die EKD dafür einsetzen werde, dass ein humanitäres Bleiberecht auf Bundesebene gefunden werde.

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EKD-Synode beendet ihre Tagung

Für eine "angemessene und gerechte Lösung" für Menschen ohne dauerhaften Bleibestatus hat sich die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Abschluss ihrer Tagung in Würzburg ausgesprochen. Mit Beschlüssen unter anderem zum Ausstieg aus der Kernenergie und zum Zusammenhang von Landwirtschaft im Süden und dem Umgang mit Lebensmitteln in Deutschland ist die jährliche Synodentagung am Donnerstag, den 9. November, zu Ende gegangen. Für die nächste Tagung im November 2007 in Dresden wurde als Schwerpunktthema "Aufbruch in der evangelischen Kirche" beschlossen.

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EKD-Synode fordert koordinierte europäische Friedenspolitik

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sich dafür ausgesprochen, im Rahmen der Europäischen Union die Unabhängigkeit ziviler Mittel zur Krisenvermeidung von militärischen Mitteln sicherzustellen. "Aufgrund der Vielschichtigkeit heutiger Konflikte müssen alle Politikbereiche der Europäischen Union unter dem Aspekt überprüft werden, welche Bedeutung sie für ein integriertes Konzept der Krisenprävention und –bewältigung haben."

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"Gerechtigkeit ist Schlüsselbegriff für die künftige Entwicklung"

Die beiden kirchlichen Hilfswerke "Brot für die Welt" und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) beklagen die weltweit wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. In Zeiten der Globalisierung ließen sich die Grenzen zwischen Armut und Reichtum längst nicht mehr geographisch definieren, erklärten sie am 6. November 2006 auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Würzburg. Die Entstehung von Armut in Deutschland und in Entwicklungsländern sei vielfach denselben wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geschuldet. "Gerechtigkeit ist der Schlüsselbegriff für die künftige Entwicklung weltweit".

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Start frei für "kirchenfinanzen.de"

Häufig gestellte Fragen brauchen schnell eine Antwort. Informationen rund um das Thema Kirchenfinanzen können interessierte Internetnutzer ab sofort übersichtlich auf der Internetseite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) abrufen. Auf der Internetseite www.kirchenfinanzen.de werden Fragen beantwortet, die zum Beispiel Auskunft darüber geben, was die Kirche mit dem Geld macht, wer darüber bestimmt, wer es verwaltet.

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Reformationstag soll bundesweit arbeitsfreier Feiertag werden

Bis zum Jahr 2017 soll der Reformationstag in ganz Deutschland gesetzlicher Feiertag sein. Dies hat der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, angeregt. In seiner Predigt zum Reformationstag in der Schlosskirche zu Wittenberg sagte er: "Wenn dies in Chile möglich ist, wo es nur 15 Prozent Evangelische gibt, warum nicht im Mutterland der Reformation?"

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"Zum Umgang mit Menschen ohne Aufenthaltspapiere"

Nach Schätzungen leben mehr als eine Million Menschen in Deutschland, ohne die dafür nötige Aufenthaltsgenehmigung oder zumindest eine Duldung zu besitzen. Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) veröffentlicht mit Zustimmung des Rates der EKD die praxisorientierte Handreichung: "Zum Umgang mit Menschen ohne Aufenthaltspapiere" (EKD-Texte 85). In der Orientierungshilfe geht es um einen Beitrag der evangelischen Kirche, der sich sachlichen und humanitären Standards verpflichtet weiß.

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Christentum und Antisemitismus schließen sich aus

Unter dem Titel "Antisemitismus – Wir haben was dagegen!" haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) jetzt einen Flyer herausgegeben, der sich insbesondere an junge Leute wendet.
Vorurteile entstünden meist ohne Kenntnis der Personengruppe, auf die sich diese bezögen, heißt es in dem 12-seitigen Faltblatt. Antisemitismus äußere sich nicht erst in Gewaltakten, sondern auch in unbedachten pauschalen Aussagen. Häufig werde der Nahost-Konflikt für antisemitische Vorurteile ausgeschlachtet.

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"Armut in einem reichen Land ist ein Skandal"

Die erste Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Armut wurde am 11. Juli 2006 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Professor Gert G. Wagner haben in die im Gütersloher Verlagshaus erschienene Denkschrift eingeführt. "Armut in einem reichen Land ist mehr als nur eine Herausforderung, sie ist ein Skandal," sagte Huber vor Journalisten. Die evangelische Kirche nehme auf vielfältige Weise Anteil an dem Schicksal einer wachsenden Anzahl von Menschen, die unter materieller Not leiden. Gleichzeitig registriere die Kirche mit Besorgnis das Ansteigen versteckter Formen von Armut, die ein weiteres "Armutsrisiko" produzierten. In der Denkschrift werde betont, "dass Armut weit mehr als ein Mangel an Einkommen ist," zeigte Professor Gert G. Wagner. Unfreiwillige Armut sei ein Symptom für unzureichende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in vielen Dimensionen.

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Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert

"Kirche der Freiheit. Perspektiven für die evangelische Kirche im 21. Jahrhundert" lautet der Titel des am 6. Juli 2006 veröffentlichten Impulspapiers des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Text zeigt Möglichkeiten auf, wie die evangelische Kirche den vielfältigen Herausforderungen, vor denen sie steht, begegnen kann. "Bei einem aktiven Umbauen, Umgestalten und Neuausrichten der kirchlichen Arbeit und einem bewussten Konzentrieren und Investieren in Zukunft verheißende Arbeitsgebiete wird ein Wachsen gegen den Trend möglich", sagt der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber. Mit dem Impulspapier will der Rat eine Reformdebatte auf allen kirchlichen Ebenen und Handlungsfeldern anstoßen.

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"Mit anderen etwas Sinnvolles machen!" - Ein Jugendverband aus Sicht der Jugendlichen

"Die Evangelische Jugend ist einer der wenigen, vielleicht sogar der einzige Jugendverband, der das Wagnis eingeht, nicht über Konzepte zu diskutieren, sondern Jugendliche selbst zu Wort kommen zu lassen", so Prof. Dr. Richard Münchmeier von der Freien Universität Berlin bei der Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojekts "Realität und Reichweite von Jugendverbandsarbeit". Mehr als 2000 Jugendliche wurden im Rahmen des Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekts von der Freien Universität Berlin und der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (aej) nach ihren ganz persönlichen Sichtweisen befragt. Sie haben beschrieben, was sie in der Evangelischen Jugend tun, was die Angebote der Evangelischen Jugend für sie bedeuten und was sie für sich aus den Angeboten der Evangelischen Jugend machen.

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Der Mensch als Rohstoff?

"Wir sagen Ja zu einer Forschung, die am Helfen und Heilen orientiert ist. Wir lehnen jedoch eine Instrumentalisierung oder Verdinglichung des Menschen ab." So fasste der westfälische Präses Alfred Buß am Wochenende 23. bis 25.6.2006 die Haltung der evangelischen Kirche zur Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen zusammen. Auf einer Diskussionstagung in Iserlohn präsentierten Fachleute neue Forschungsergebnisse, stellten die aktuelle rechtliche und ethische Diskussionslage vor und machten sich in einer abschließenden Podiumsrunde Gedanken über die zukünftige Ausrichtung der deutschen Forschungspolitik.

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Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

Einflüsse erkennen – Verhältnisse erfassen – Auswirkungen beschreiben: In der dritten Auflage der Broschüre "Evangelische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben" veröffentlicht das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wieder aktuelle Daten aus vielen Bereichen kirchlichen Handelns. Als neue Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Themen Bildung und Erziehung sowie die evangelische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe aufgenommen worden. Die Broschüre bietet neben kurzen, erläuternden Texten Informationen in Tabellen, Schaubildern und Karten.

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"Profilierte Bildung"

Unter dem Titel "Profilierte Bildung – Der Beitrag der christlichen Kirchen zu den Bildungsaufgaben der Gegenwart" ist jetzt eine Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Im Mittelpunkt des Buches stehen folgende Fragen: Wie geschieht Erziehung und Bildung in lutherischer Perspektive heute? Welche Lernorte religiöser Erziehung gibt es? Wie präsentieren sich die evangelische und die katholische Kirche als Bildungsinstitutionen? Und wie sieht die Praxis christlicher Bildungsarbeit gegenwärtig aus?

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Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland novelliert Haushaltsrecht

Eine Steigerung der Transparenz kirchlicher Haushalte und deren zielorientierte wirtschaftliche Steuerung, das sind die Kernziele der vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verabschiedeten Novellierung des Haushaltsrechts. "Damit ist der Weg für die Erstellung kirchlicher Bilanzen und der Einführung des kaufmännischen Buchungssystems (sog. Doppik) in allen evangelischen Landeskirchen bereitet", erklärte Thomas Begrich, Finanzdezernent im Kirchenamt der EKD, am 30. Juni 2006. Zu diesem Zweck hatte eine Arbeitsgruppe des Rates der EKD umfassende Vorschläge zu kirchenspezifischen Anpassungen der Rechnungsstile, der Erfassung und Bewertung kirchlichen Vermögens und der künftigen Gestaltung kirchlicher Haushaltspläne erstellt. Auf dieser Grundlage sollen Kirchen künftig auch Abschreibungen zur Finanzierung der Bauunterhaltung und Rückstellungen für ihre Versorgungslasten erwirtschaften.

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Pfingsten als "Fest der Schubumkehr"

"Pfingsten ist ein Fest der Schubumkehr", sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in seiner Predigt am Pfingstsonntag in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Mit "Schubumkehr" bezeichnen Techniker die Verwandlung von Beschleunigungskraft eines Flugzeugs in eine Bremskraft. Mehrfach beschreibe die Bibel "die Umkehr vom rasenden Weg ins Verderben zu einem neuen Anfang", so Huber: "Die Umkehr des ängstlichen Sich-Verkriechens der Jünger Jesu ist der mutige Auftritt des Petrus vor der Menge in Jerusalem. Die Umkehr der babylonischen Sprachverwirrung ist das Pfingstwunder: Fremde können sich verstehen. Das Ende, das Jesu Weg auf Erden findet, kehrt sich um in den Beginn des Weges der christlichen Kirche durch die Zeiten."

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"Du bist mir täglich nahe... – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer"
VELKD veröffentlicht Heft zur Trauerbewältigung

Unter dem Titel "Du bist mir täglich nahe... – Sterben, Tod, Bestattung, Trauer" hat die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) "Eine evangelische Handreichung für Menschen, die trauern und für die, die sie in ihrer Trauer begleiten" – so der Untertitel – veröffentlicht. In seinem Vorwort zu der Publikation beklagt der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Verdrängung des Todes in der Gesellschaft. "Die Tabuisierung führt mancherorts dazu, dass Menschen, die plötzlich von Sterben und Tod betroffen sind, sich hilflos fühlen und nicht wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen." Mit dem vorgelegten Heft will die VELKD nach den Worten von Landesbischof Friedrich über die unmittelbar von Sterben, Tod und Trauer betroffenen Menschen hinaus alle ermutigen, sich mit dem Thema Tod zu beschäftigen.

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Kirchentag 2007 unter Losung "Lebendig und kräftig und schärfer"

Der 31. Deutsche Evangelische Kirchentag in Köln 2007 steht unter der Losung "Lebendig und kräftig und schärfer". Das Leitwort aus dem biblischen Hebräerbrief (Kapitel 4, Vers 12) solle die Großveranstaltung protestantischer Laien prägen, kündigte der Kirchentagspräsident und frühere Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reinhard Höppner, bei der Vorstellung der Losung, an.

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"Vom christlichen Umgang mit dem Tod"

Unter dem Titel "Vom christlichen Umgang mit dem Tod. Beiträge zur Trauerbegleitung und Bestattungskultur" ist soeben in 2. Auflage eine Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) auf den Markt gekommen.

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Den Opfern ein Gesicht geben
Dokumentation zu Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie erschienen

Durch Nachforschungen, durch Entschädigungen und durch Begegnungen mit den Betroffenen setze sich die evangelische Kirche mit der Geschichte der Zwangsarbeit in kirchlichen Einrichtungen während des 2. Weltkrieges auseinander, schreiben der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Jürgen Gohde, in ihrem Geleitwort zum gerade erschienenen Buch "Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie 1939 - 1945". Der Band präsentiert Regionaluntersuchungen und Fallstudien, die im Auftrag von kirchlichen und diakonischen Einrichtungen durchgeführt worden sind.

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Gegen eine moderne Form der Sklaverei

Das neue Themenheft der "mitteilungen" der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD) "Gegen Frauenhandel" dokumentiert die Vorträge des EFD-Studientags 2005, die die Hintergründe von Frauenhandel und Zwangsprostitution aufbereiten sowie die Betreuungs- und Begleitungsarbeit der Fachberatungsstellen darlegen. Darüber hinaus bietet das Heft eine facettenreiche Sammlung von evangelischen und ökumenischen Projekten zur Bekämpfung des Frauenhandels.

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"Glaubensgewissheit und Toleranz gehören zusammen"

Zum Abschluss ihrer 4. Tagung hat die 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am 10. November 2005, in Berlin eine Kundgebung zum Thema "Tolerant aus Glauben" beschlossen. Nach evangelischem Verständnis gehören Glaubensgewissheit und Toleranz zusammen, so der sechsseitige Kundgebungstext. "Christinnen und Christen sind nicht tolerant, obwohl sie fest glauben, sondern weil sie fest glauben." Die evangelische Kirche wolle eine verlässliche Anwältin für die Menschenwürde sein. Die 120 Synodalen verabschiedeten außerdem unter anderem Beschlüsse zum Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe, zur Debatte um die Europäische Union, zum Thema Zwangsprostitution und zur Flüchtlingsarbeit.

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Spiritualität von Jugendlichen fördern

Die evangelische Kirche soll die besonderen Formen der Spiritualität Jugendlicher stärker fördern. Dazu haben die Jugenddelegierten auf der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Synodalen aufgerufen. In einem offenen Brief an das Präsidium der Synode schreiben sie: "Wir erleben heute, dass viele Jugendliche in hohem Maße auf der Suche nach einer eigenen Form von Spiritualität sind. Gleichzeitig erleben wir in vielen Kirchen, Gemeinden und Verbänden Aufbrüche und Bemühungen, diese Bedürfnisse aufzunehmen und Gottesdienste jugendgemäß zu gestalten."

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