Am Samstag, den 24. Februar 2007 und am Sonntag, 25. Februar 2007 feierten mehr als 120 Konfirmanden gemeinsam in der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde Offenbach einen etwas anderen Gottesdienst. Der Dekanatsjugendgottesdienst für und von den Offenbacher Konfirmanden stand diesmal unter dem Motto "Gottes Geist bewegt".
Alle Konfirmandinnen und Konfirmanden Offenbachs waren eingeladen sich mit dem Thema "Heiliger Geist" zu beschäftigen und in Form von Workshops am Gottesdienst zu beteiligen. Der Sonntag war vorallem für Eltern und interessierte Erwachsene gedacht, die neugierig auf die Arbeit der Jugendlichen und diese besondere Gottesdienstform sind.
Nach einem gemeinsamen Anfangsteil im Gottesdienstraum der Paul-Gerhardt-Gemeinde konnten die Gottesdienstbesucher in verschiedenen Workshops den Heiligen Geist, der bewegt, aufspüren.
Die Offenbacher Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten die Workshops in ihren Gemeinden vorbereitet und beschäftigten sich intensiv mit dem Heiligen Geist und dessen Bedeutung für sie. Heiliger Geist wurde erfahrbar und war mehr als Bibelworte, die für Jugendliche oft schwer verständlich sind.
Die Konfirmanden der Schlossgemeinde in Rumpenheim leiteten andere Konfis an, sich gegenseitig Heiligenscheine zu malen. Verdeutlicht wurde hier, dass alle zur Gemeinschaft der Heiligen gehören. Mit viel Begeisterung rissen Mädchen aus einem großen Stück gelbem Stoff Stoffstreifen für die Heiligenscheine.
Der Heilige Geist als Tröster war das Thema der Konfis der Nordgemeinden, Johannes-, Stadt- und Schlossgemeinde. Skulpturen aus Menschen entstanden. Dargestellt wurden Menschen, die sich Trost spendeten. Die Eliageschichte aus der Bibel wurde immer wieder von Jugendlichen gelesen.
Die Konfirmanden der Lauterborn- und Paul-Gerhardt-Gemeinde verdeutlichten in 2 Räumen ihre Auseinandersetzung mit dem Thema: In einem rötlich gestalteten Restaurant, im Raum des realistischen, wahren Lebens konnte erlebt werden, dass der Schein häufig trügt. In einem weiteren Raum, dem Raum des wahren Lebens, wurde erfahrbar, was wahres Leben ist: Leben in Gemeinschaft, ein Geist, der uns inmitten des falschen zum wahren Leben ermutigt. Nach Schokoladenfondue und gegenseitiger Massage konnte, wer mochte, aufschreiben, was wahres Leben bedeutet.
Im Nachbargebäude der Paul-Gerhardt-Gemeinde trommelten die Konfirmanden der Luthergemeinde. Die Apostelgeschichte in der Bibel diente als Vorlage: Aus chaotischem Trommeln entstand Ordnung, angeleitet durch Christian Wolff.
Gottes Geist verbindet: Mit diesem Aspekt setzten sich die Konfirmanden aus Evangelischen Kirchengemeinde Bieber auseinander. Verschiedene Objekte, zu Häusern zusammen gefügt, waren mit Zetteln beklebt. Andere Jugendliche und Erwachsene, die den Raum betraten, wurden angeleitet ihre Symbole für die Wirkung des Heiligen Geistes in ihrem Leben zu benennen und auf großes Papier zu malen.
Im Windpark "Heiliger Geist" hatten die Konfirmanden der Markusgemeinde Stoffstreifen mit Worten zu Inspirationen zum Heiligen Geist an Wäscheleinen befestigt. Der Aufforderung sich auf Bodenmatten unter die fliegenden Worte zu legen folgten nur wenige Jugendliche. Auch die Erwachsenen beobachteten lieber.
Nach dem Besuch der Erlebnisräume sind alle wieder im Gottesdienstraum zusammengekommen, um gemeinsam den Gottesdienst zu Ende zu feiern.
Olivia Piechnick aus der Markusgemeinde sprach sicher für viele andere Konfirmanden." Es war sehr schön. Noch nie konnte ich in einem Gottesdienst so viel selbst machen. Die Band war toll, ich habe lange zugehört."
Die Band A-Dieu gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Parallel zu den Workshops gab die Band ein Konzert.
Das Vorbereitungsteam, Dekanatsjugendpfarrer Uli Knödler und die Pädagoginnen Stephanie Ludwig und Ruth Schlotter wollen die Tradition einmal jährlich einen besonderen Gottesdienst für alle Offenbacher Konfirmanden anzubieten, im nächsten Jahr fortsetzen.