Die Synode des Evangelischen Dekanats Offenbach hat auf ihrer Sitzung vom 15. Juli 2005 angesichts des laufenden Planfeststellungsverfahren die Absicherung des Nachtflugverbotes auf dem Rhein-Main Flughafen gefordert. Gleichzeitig fordert die Dekanatssyonde die Kirchensynode und Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf, alles in ihrem Einflussbereich Machbare zu tun, die komplette Durchsetzung des Mediationsergebnisses, das eine Garantie für ein Nachtflugverbot einschließt, zu erreichen und durch massive Öffentlichkeitsarbeit das Thema wach zu halten und sich damit auch die nötige Unterstützung in und außerhalb der Kirche zu holen.
"Das von der Evangelischen Landeskirchen mitgetragene Mediationsverfahren hat klare Regeln. Fester Bestandteil des Mediationsergebnisses ist ein verbindliches Nachtflugverbot. In dem derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren allerdings ist nicht mehr erkennbar, wann und wie dieses Verbot wirksam umgesetzt werden kann. Es mehren sich die Zeichen, dass verschiedene Fluggesellschaften juristische Schritte einleiten mit dem Ziel, dieses Nachtflugverbot aufzuheben und den geltenden Kompromiss für ungültig zu erklären.
Der Kirchenpräsident unserer Landeskirche, Dr. Peter Steinacker, hat bereits seine Bedenken angemeldet und eine Garantie für die Ruhe am nächtlichen Himmel verlangt. In einer Erklärung vom 06. April 2005 äußert er seine Befürchtung, dass sich Airliners nach einem Ausbau juristisch durchsetzen könnten. Steinacker wies darauf hin, dass das Verbot Bestandteil im Mediationsverfahren sei, zudem habe die Politik dies immer wieder bekräftigt. Wirtschaftlich begründete Einwände, die nachträglich durchgesetzt werden sollen, unterlaufen diesen Kompromiss.
Wir unterstützen die verlangte Garantie für ein Nachtflugverbot, so wie es der Kirchenpräsident unlängst angemahnt hat und fordern die Kirchensynode und Kirchenleitung auf, alles in ihrem Einflussbereich Machbare zu tun, die komplette Durchsetzung des Mediationsergebnisses zu erreichen und durch massive Öffentlichkeitsarbeit das Thema wach zu halten und sich damit auch die nötige Unterstützung in und außerhalb der Kirche zu holen.
Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Lebensraum Rhein-Main bereits über die Grenzen der erträglichen Belastbarkeit strapaziert ist und die wahrscheinliche nahezu Verdoppelung der Flugbewegungen nicht mehr verträgt."