Die Jahreshauptversammlung der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau e.V., die am Samstag, den 17. März 2007, in Darmstadt tagte hat die Gründung der Katharina-Zell-Stiftung beschlossen.
Stiftungszweck ist die Unterstützung von Projekten und Initiativen des Verbandes und anderen Antragsstellenden, die das Ziel verfolgen, Frauen, Mädchen und Familien zu fördern, zu schützen und ihre persönliche, berufliche und familiäre Lebenssituation zu verbessern.
In den 1980iger Jahren waren dem Verband, nach dem Verkauf des Mütterkurhauses Trautheim, rund 300 000 Euro in einem Sonderfonds zu treuen Händen überlassen worden, die in den Jahren vorher als Spendengelder von vielen Frauenhilfegruppen für das Mütterkurheim gesammelt worden waren. Dieses Geld soll jetzt als Gründungskapital der Katharina-Zell-Stiftung dienen. So wird sichergestellt, mit den Zinserlösen auf Dauer Projekte für Frauen, Mädchen und Familien zu fördern. Weitere 5.000 Euro werden von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zugestiftet.
Namensgeberin der Stiftung ist die Straßburger Reformatorin Katharina Zell, geb. Schütz (1497 – 1562), die 1523 den Pfarrer Matthias Zell heiratete, der so einer der ersten "Ehepriester" wurde. Sie selbst war in der Lehr- und Verkündigungsarbeit tätig und arbeitete an Textauslegungen.
Vorgesehen ist, dass bis September 2007 die Katharina-Zell-Stiftung formell anerkannt ist.
Die Evangelischen Frauen in Hessen e.V. wurden als "Verband evangelisch-kirchlicher Frauenvereine in Hessen e.V." vor 100 Jahren in Darmstadt gegründet und in das Vereinsregister eingetragen. Im Jahre 2005 hat sich der Verband neu strukturiert und vertritt seither als Dach- und Fachverband alle evangelischen Frauenhilfegruppen, Frauenvereine und Frauenverbände in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.