Die evangelische Kirche soll die besonderen Formen der Spiritualität Jugendlicher stärker fördern. Dazu haben die Jugenddelegierten auf der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Synodalen aufgerufen. In einem offenen Brief an das Präsidium der Synode schreiben sie: "Wir erleben heute, dass viele Jugendliche in hohem Maße auf der Suche nach einer eigenen Form von Spiritualität sind. Gleichzeitig erleben wir in vielen Kirchen, Gemeinden und Verbänden Aufbrüche und Bemühungen, diese Bedürfnisse aufzunehmen und Gottesdienste jugendgemäß zu gestalten."
Die EKD solle diese Bemühungen stärken und unterstützen. So regen die Jugendlichen an, ungenutzte Kirchengebäude zu Jugendkirchen umzubauen, einen Schwerpunkt "Jugendverkündigung und Jugendseelsorge" in der Pfarrerausbildung zu verankern sowie die Popularmusik stärker zu fördern.
An der Synode der EKD nehmen acht Jugendliche als Delegierte teil. Sie werden entsandt von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), SMD und ESG. Sie repräsentieren unterschiedliche Regionen und Frömmigkeitsstile.
Wir erleben heute, dass viele Jugendliche in hohem Maße auf der Suche nach einer eigenen Form von Spiritualität sind. Gleichzeitig erleben wir in vielen Kirchen, Gemeinden und Verbänden Aufbrüche und Bemühungen, diese Bedürfnisse aufzunehmen und Gottesdienste jugendgemäß zu gestalten. Dies geschieht in vielfältigen Formen:
In den Kirchen und Verbänden wird also verstärkt darüber nachgedacht, welche Formen der Verkündigung angemessen sind, um Jugendliche zu erreichen und den Glauben weiter zu geben.
Diese Bemühungen verdienen es, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Insbesondere auch die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen der Jugendlichen, für sich selbst und andere spezifische Formen der Gottesdienstgestaltung und Glaubensvermittlung zu entwickeln, sollten dabei in den Blick genommen werden. Wir bitten daher die Synodalen, ihre Wertschätzung für diese wichtige Arbeit dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass sie sich folgendes Votum der Jugenddelegierten zu eigen machen:
Die gottesdienstlichen Bemühungen Jugendlicher sollen als wichtiger Ausdruck gelebter Spiritualität wahrgenommen werden. Hier versuchen junge Menschen herauszufinden, welche Spiritualität für sie angemessen ist, und entwickeln so gottesdienstliche Formen, die Menschen auch in Zukunft ansprechen können.
Zur Konkretisierung schlagen wir deshalb drei Punkte vor:
Berlin, 10. November 2005
Die Jugenddelegierten:
Johannes Becker
Dörthe Köhler
Holger Neumann
Johannes Schöppach
Tobias Traut
Christoph Urban